SPD-Neujahrsempfang: Kommunalpolitik zwischen Verantwortung, Beteiligung und sozialer Gerechtigkeit

Neujahrsempfang 2026
Foto: Richard Schmidt

16. Januar 2026

Einen besonderen Höhepunkt lieferte der Neujahrsempfang der Forchheimer SPD in Stadt und Landkreis als Startschuss in das politische Jahr 2026: Die hochkarätige Besetzung der Redner:innenliste mit Ronja Endres, der Vorsitzenden der BayernSPD, Andreas Schwarz MdB und Forchheims Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein sorgte unter der Moderation des Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Wolfgang Fees, für tiefe Einblicke quer durch die politischen Ebenen von Stadt und Landkreis, Land und Bund.

Die SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres stellte in ihrem Beitrag die Bedeutung von Demokratie und Mitbestimmung in den Mittelpunkt. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entstehe dort, wo Menschen sich gehört und ernst genommen fühlten. Demokratie lebe vom Vertrauen in die Bürgerinnen und Bürger. „Wenn wir Menschen einladen, mitzureden und mitzuentscheiden, entsteht nicht Streit, sondern Verantwortung“, so Endres. Gerade in Zeiten wachsender Verunsicherung sei Beteiligung kein Risiko, sondern eine zentrale Stärke der Demokratie.

Den Blick auf die kommunale Ebene richtete Oberbürgermeister Uwe Kirschstein. Er machte deutlich, dass sich politische Entscheidungen im Alltag der Menschen bewähren müssen. „Politik entscheidet sich auf dem Schulhof, an der Bushaltestelle und im Vereinsheim“, betonte Kirschstein. Gute Schulen, verlässliche Infrastruktur und lebendige Vereine seien daher keine Nebensachen. Zugleich sprach er offen über die finanziellen Grenzen der Kommunen: „Wir wissen, was gebraucht wird – aber oft fehlt das Geld, um es umzusetzen.“ Umso wichtiger sei eine Politik, die zusammenhalte, nach tragfähigen Lösungen suche und schrittweise Vertrauen in die kommunale Zukunft stärke.

Die Perspektive des Landkreises brachte die Landratskandidatin Alexandra Prechtel ein. Für sie entscheidet sich gute Politik vor allem daran, ob sie im Alltag funktioniert. „Für die Menschen ist Politik dann gut, wenn sie im Alltag funktioniert“, sagte Prechtel. Schulen, Mobilität, Gesundheitsversorgung, Pflege und bezahlbarer Wohnraum seien zentrale Faktoren für die Lebensqualität im Landkreis. Gerade unter knappen finanziellen Bedingungen brauche es Ehrlichkeit, klare Prioritäten und den Mut, nachhaltig zu denken.

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz ordnete diese Fragen in einen bundespolitischen Zusammenhang ein. Starke Kommunen seien auf soziale Gerechtigkeit auf allen Ebenen angewiesen. „Wenn nicht alle ihren fairen Beitrag leisten, fehlen am Ende die Mittel vor Ort“, so Schwarz. Politik müsse Verantwortung übernehmen – auch dann, wenn Entscheidungen unbequem seien.

Zum Abschluss lenkte der Kreisfraktionsvorsitzende Wolfgang Fees den Blick auf die Bedeutung sozial ausgewogener politischer Entscheidungen. Am Beispiel der aktuellen Ausgabenpolitik machte er deutlich, dass zuletzt Mittel für teure Immobilienkäufe bereitgestanden hätten, während es bei der Obdachlosenhilfe an finanzieller Unterstützung fehle. Diese Schwerpunktsetzung sei weder gerecht noch sachlich überzeugend und verdeutliche, wie stark politische Wertentscheidungen den Haushalt prägen. „Haushalte sind Wertentscheidungen“, stellte Fees klar. Es sei eine Frage der Haltung, ob Geld für nicht zwingend notwendige Immobilienkäufe ausgegeben werde oder für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen seien.

Der Neujahrsempfang machte deutlich, wofür die SPD in Stadt und Landkreis Forchheim steht: Für eine Politik, die Nähe schafft, Verantwortung übernimmt und demokratische Beteiligung ernst nimmt – mit einem klaren Kompass für soziale Gerechtigkeit und dem Anspruch, das Leben der Menschen gemeinsam und solidarisch zu gestalten.

Quelle: Pressemitteilung der SPD Forchheim, 16.01.2026

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